Dienstag, 16. April 2013

heute nacht vor 12 jahren...

kamen der beste und ich mit unserer großartigen hebamme birgit in der belegklinik an und waren fest entschlossen, ein kind zu bekommen. es war ein ostermontag, soweit ich noch weiß, und es schneite (soviel nur zu der frage, ob das wetter dieses jahr wirklich so sch... war wie immer alle rumjammern). wehen hatte ich schon seit morgens um 6 oder sowas, und den tag über hatte ich mich fröhlich eingeweht, birgit hatte ab und zu mal nach dem fortschritt geguckt und abends dann die fahrt in die klinik herdecke angeordnet.
dann kam erstmal der wehenschreiber, und von da an lief alles anders, da dieses kind sich weniger begeistert vom vorgang des geborenwerdens zeigte, sprich das ctg war eher bescheiden. nun bin ich ja beruflich vorgeschädigt und mir flog sogleich alles mögliche an komplikationen durch den kopf, was kann jetzt alles kommen?
wir wehten weiter, und die stunden gingen ins land, hatte ich ja alles in meiner ausbildung gelernt, beim ersten kind kanns dauern. es dauerte. irgendwann ging bei mir nichts mehr.
ich hatte ein date mit einem anästhesisten, bzw mein rücken hatte das date, ich bekam eine pda, was für eine großartige erfindung... ich ließ dem lieben gasmann ( krankenhausjargon) ausrichten, er sei mein bester freund, und begab mich sogleich ins reich der träume. ungefähr eine stunde später konnte es dann weitergehen, und das war dann auch wieder nichts für schwache nerven, ich habe da eine menge an interessanten erinnerungsstücken im kopf...
um 4 uhr 29 war kind 1 (damals noch DAS KIND) dann da. blitzblau und in die nabelschnur gewickelt wie houdini, was dann auch alles erklärte.

morgen früh also wird dieses großartige kind (welches, wie mir langsam dämmert, bald kein solches mehr ist) aus dem bett steigen und ihre kerzen ansehen und ihre geschenke auspacken, und dann wird es nicht nur ihr 12. geburtstag sein, sondern auch der 12. jahrestag der verwandlung, die man mit so einem erlebnis durchmacht. der beste und ich können unseren geburtstag als eltern ebenso feiern.
haben wir gut hingekriegt, das mädchen. ich bin so stolz auf diese wahnsinnige stärke, diese bedachtheit, die sie in sich trägt, ihre feinfühligkeit und ihren stolz, der ihr den mut gibt, schon jetzt genau sagen zu können, was sie mit sich machen läßt und was nicht. wir können so gut miteinander lachen, verstehen uns oft auch ohne worte und manchmal auch nach 1000 worten immer noch nicht, und ich schau das wesen da an und denke, meine güte, was ich alles kann... wenn ich jemals zweifel an meinen fähigkeiten habe, dann steht sie als beweis vor mir und strahlt.

danke, bester. danke, birgit. danke, kind, daß du zu uns gekommen bist, als wir dich überhaupt nicht erwartet haben. unverhofft hast du uns wahnsinnig glücklich gemacht.

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