Sonntag, 27. September 2015

Adventskalendertausch

Mit einigen Spinnfreundinnen aus der Wollverwandlergruppe veranstalte ich dieses Jahr einen Adventskalendertausch. Dabei bekommt am Ende jede einen spinnigen Adventskalender, der aus Fasern besteht, die wir alle beigesteuert haben.
Die Teilnehmerinnen müssen 2 bzw 3 Tage des Adventskalenders bestücken. Die Päckchen (bei 10 Teilnehmerinnen 10 pro Tag = 240 insgesamt) werden alle hier gesammelt und ich werde dann jeder einen Adventskalender zusammenstellen und dafür sorgen, daß jede ihren rechtzeitig erhält, um dann am 1.12. anfangen zu können.
Nachdem wir heute die endgültige Teilnehmerzahl hatten, habe ich dann auch direkt angefangen, meinen Beitrag vorzubereiten. 3 Tage habe ich zu bestreiten, 3 Fotos kann ich euch zeigen, allerdings größtenteils in Schwarzweiß, damit hier keine Spitzel vorbeikommen.




Wie ihr sehen könnt, habe ich mich entschlossen, die Kammzugabschnitte direkt in zwei dünnere Kammzügelchen aufzuteilen, weil ich persönlich mir vorgenommen habe, den Kalender auch immer gleich zu verspinnen und dies hinterher zweifädig zu zwirnen. Das muss aber natürlich nicht so gemacht werden, und vielleicht denken meine Mitwichtel sich ja auch noch was anderes aus.
Außerdem, finde ich, sieht es einfach ganz niedlich aus mit so zwei Minikammzügen...

Ich werde euch hier im Blog dann auf jeden Fall auf dem laufenden halten mit Adventskalenderbildern. Ist ja noch ein bisschen hin.

Mittwoch, 23. September 2015

Spinntreffen im September

Letztes Wochenende war wieder Spinntreffen der Wollverwandler. Wie immer war es super schön und jede Minute des Wartens wert, es waren wieder ein paar neue Gesichter da und es wurden auch neue Spinnviren weitergereicht. Dieses Mal war es wieder voller, nachdem im August ein kleines Sommerloch eingetreten war.




Insgesamt dürften es wieder um die 20 Anwesende gewesen sein, ich habe aber nicht nachgezählt.

Einige hatten auch wunderbare Sachen zum Zeigen mitgebracht







Als besonderes Bonbon diesen Monat waren in der Kirchengemeinde tibetische Mönche zu Gast, die dort seit 5 Tagen an einem Sandmandala arbeiteten. Die filigrane Arbeit und die Geduld der Männer war wirklich sehenswert.








Am folgenden Tag wurde das Mandala zeremoniell zerstört und der Sand in die Ruhr geworfen.

Jetzt sind es wieder 4 Wochen Wartezeit, bis wir uns wieder treffen... verdammt lang...

Samstag, 12. September 2015

Update

Der August war ein ganz komischer Monat. 
Am ersten Wochenende war ich wieder mit meiner Lagergruppe auf dem MittelalterPhantasieSpectakulum unterwegs. Wir haben dort bei strahlendem Sonnenschein unsere Zelte aufgeschlagen und uns für die Gäste präsentiert. Ich hatte mein altes Spinnradschätzchen dabei und habe dort einige naturfarbene Kammzüge aus meinem Fundus versponnen. Viele Besucher waren sehr interessiert und haben mich mit Fragen gelöchert. Ich habe aber auch viel zu sehen gehabt, es gab Schotten, Wikinger, Piraten, Orks, Steampunkreisende, Römer, Ritter in voller Rüstung bei 30 Grad im Schatten (ich glaubte, Grillgut riechen zu können) und viele viele Elfen, Feen etc. Auf dem MPS lautete das Motto dieses Jahr "sei was du willst" und das passte wieder einmal sehr gut! Ein paar Impressionen habe ich euch mitgebracht.

Fangirlfoto mit einem Musiker der Band Rapalje - sehr zu empfehlen, wenn man schottische Klänge mag!


Wasserfee 


Unsere Gruppe besteht zu 3/4 aus Mitgliedern meiner Familie, wenn meine Töchter mit dabei sind sogar zu 5/6... leider waren die beiden dieses Jahr mit den Pfadfindern weg.




Meine Gewandung ist selbstgenäht, für meine mickrige Näherfahrung finde ich sie ganz gelungen. 



Das Wochenende war wirklich super, ich freu mich schon auf das nächste Jahr. Vielleicht schaffe ich da ja sogar die Teilnahme an mehr als einem Termin.

Dann musste ich zurück ins Heute, in der 2. Ferienhälfte habe ich an 2 Tagen in der Woche meine Chefin in der Koordination vertreten, da war echt was los am Ende der Ferien, aber ich habe es einigermaßen bewältigt und dafür sogar eine positive Rückmeldung bekommen.

Am letzten Ferienwochenende freuten wir uns auf die Rückkehr der Kinder aus dem Zeltlager und dachten an nichts Böses, da starb ganz und gar unerwartet unser alter Mann hier im Haus. Mein Mann fand ihn abends tot in seinem Schlafzimmer, über die Begleitumstände hülle ich mich hier mal in Schweigen, es war einfach nur schrecklich. 
Die Kinder kamen 2 Stunden danach wieder heim und fielen sozusagen aus der gelösten Ferienstimmung direkt ins Chaos und Entsetzen. Ganz schrecklich. Ich selber hatte schwer zu knacken, einmal die Tatsache daß sowas einfach so nebenan passiert und wir nichts bemerkt haben, außerdem klopfte direkt die Trauer um meine Mama wieder an die Tür, und das nicht leise. Wir hatten hier echt eine Ausnahmesituation laufen. Die Aktivitäten der nächsten 2 Wochen beschränkten sich auf die Organisation des Nötigsten und darauf, die Kinder gut durch die Situation zu bekommen. Und Spinnen konnte ich, das tat mir gut, dabei entstanden weitere Stränge in Naturtönen.
Die Trauerfeier war schön, es waren viele Menschen da um sich zu verabschieden, der alte Mann war aber auch in seinem Leben an vielen Stellen aktiv gewesen, vor allem politisch hatte er unglaublich gewirkt.
In unserem Leben hier im Schneckenhaus hinterlässt er ein riesiges Loch. Wir hätten ihn noch gebraucht, ganz dringend sogar. Er fehlt mir sehr und ich muss oft an ihn denken, denn er steckt hier in jeder Ecke. Wenn wir die Dinge in die Hand nehmen, die ihm und meiner Mama gehört haben, erinnern wir uns an vieles. Aber, und auch das muss ich sagen: er war seit dem Tod meiner Mama nicht mehr so richtig glücklich. Er hatte sich in seinem Leben einigermaßen eingerichtet, aber es war eben alles nix mehr für ihn. Einzig mit den Kindern konnte er noch manchmal aufblühen. Jetzt sind sie wieder zusammen, und das ist für mich ein sehr schöner Gedanke.



Am Monatsende kam dann unvermeidlich die Erschöpfung. Ob es daran lag oder eben einfach Zufall war, kann ich nicht sagen, jedenfalls fand ich mich eines schönen Montags in einer Notaufnahme wieder... Involviert war mein Bein, ein Zirkuszelt und eine komische Bewegung. Heraus kam eine Woche Sofa 


Unglaublich. 
Nun ja, was sieht die Wollsüchtige in so einer Situation? Gratis Strickzeit! 
Aus den inzwischen 12 größeren und kleineren Strängen in Naturtönen (ich war echt erstaunt, wie viele Naturtöne in meinem Stash rumkrochen) entstand ein warmes Tuch.


Endphase mit 2re2li am Rand. Im Hintergrund ein süßes Kännchen aus dem Nachlass des alten Mannes, das ich gerne als Yarnbowl nutze. ❤️


Katzen... Legt man ein Tuch zum Knipsen hin, direkt meint einer, es wär ne Decke zum Schlafen...


 Das Tuch wiegt über 700g und hat eine obere Kantenlänge von 3 m, damit man es bequem auch einmal im Rücken Knoten kann, wenn man die Hände frei braucht. Ich bin ziemlich verliebt...

Soviel erstmal dazu, ich hoffe euer August war erfreulich und schön.

Einmal noch die andere Katze, unsere rote Liebeswurst


Und jetzt haben wir neuerdings eine dritte im Bunde, die jedoch mit Freigang im Wintergarten lebt, die Katze des alten Mannes ist ja jetzt auch unsere.


Ich hab noch nie ne Katze so laut schnurren gehört... Jerry ist eine sehr gute Mäusefängerin, und großzügig ist sie auch noch, denn sie bringt uns inzwischen auch ab und zu ein Mäuschen mit *urgs*